Was ist Dekadenz?

Das Römische Reich war in seinen Grundfesten bestrebt zu expandieren. Dies brachte Rom großen Nutzen, nämlich Ertrag aus den besetzten Gebieten. Zunächst wurde mit diesem Ertrag Straßen gebaut und staatliche Einrichtungen errichtet. Diese Art von Wohlstand gefiel den Römern, denn ohne großartig etwas leisten zu müssen, brachten die Soldaten mit jedem Eroberungszug neue Reichtümer in die Stadt.

Nichtsdestotrotz gab es immer wieder Missstände. Diese wurden mit Gladiatorenkämpfen, dem Volk vergessen lassen. Es gab für die Aristokratie Roms kein Grund mehr sich irgendwelchen existentiellen Problemen zu widmen, so widmeten sie sich dem Genuß. Der Lebensstil baute sich nun auf Genußmaximierung. Das hieß, dass ausgelassene Feiern an der Tagesordnung standen. Ein groteskes Beispiel dieses Lebensstil ist wohl das goldene Ohrring am Ohr des Haushundes.

Es war aber längst nicht die Erde zum Garten Eden geworden. Ringsherum wurde das Reich von Germanen und Mongolen angegriffen, Völkerscharen reisten aufgrund des Nahrungsnotes in Richtung römisches Reich. Außerhalb Roms griff die Armut um sich. Das Volk scherte sich nicht mehr um Kriege, Missstände und der eigenen Vertretung. So wurde der Senat ausgehebelt.

Die Menschen in Rom waren dem gegenüber gleichgültig. Sie hatten ihr gigantisches Kolosseum bekommen. Die Ausgänge der täglichen Gladiatorenkämpfe, wurden ein zentraler Aspekt im leben des Volkes.

Das Ende der Geschichte ist, wie allen bekannt ist, der Zerfall Roms. Und die Moral der Geschichte: Jede Gesellschaft, die sich nicht für die Beseitigung der Missstände des Nächsten widmet und dessen einzige Tugend die Gier ist, ist dem Verfall verdammt!

Man kann sich Heute für die Tore eines Premiers freuen, während die Familienangehörige der im Grubenunglück gestorbenen, um ihre Rechte betrogen werden. Während in der Nachbarschaft just im Moment Kinder sterben. Während der Senat dabei ist vollkommen außer Kraft gesetzt zu werden.

Aus Gladiator (Film):
„Roms Herz schlägt wohl kaum für den Marmor im Senat, sondern eher für den Sand im Kolloseum. Er serviert ihnen den Tod und das Volk wird ihn dafür lieben.“

In dem Sinne Euch einen schönen Sonntag

 

Euer Ömer!
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