Generalstreik 

Manchmal – heute ist manchmal – ist das Wetter trüb, die Klamotten sind nicht mehr die frischesten, die Haare erklären einem ihre Unabhängigkeit und damit einhergehend beginnt die Schlacht. Das Zwitschern der Vögel durch das fest verschlossene Fenster dringt, im Rythmus und Tonlage dem Bohrer des Zahnarztes in nichts nachstehend, unliebsam ins Ohr und du frägst dich wieso den Städten geflügelte Großkatzen fehlen, die dem Gezwitschere ein Ende bereiten würden.

Weiter durch die Wohnung schlendernd, auf der Suche nach halt bei einer Tasse Kaffee, erkennst du aus dem Augenwinkel heraus, dass sich in der Küche das Geschirr, zum Turm zu Babel errichtet hat  – Gott wird wieder einmal keinen Gefallen daran finden. Die religiöse Krise ignorierend holst du dir deine Tasse und der kritische Blick verrät dir, dass die Flüssigkeit gerade am Tassenrand tänzelnd, auf ihren großen Augenblick überzuschwappen wartet. Dann dringt ganz unerwartet ein Ekel dir zu Ohren. Der manisch-depressive Nachbar ist heute seltsamerweise gelächtergeschwängert und lässt seine Bälger frönend in die Welt, auch gut.

Ein Blick auf die Uhr entzieht dir eine Konstante im Leben. Der Uhrzeiger, der sich in keinem langweiligen Moment beirren lässt und stetig schlägt, ist heute surrealer Weiße, außerordentlich bemüht, sich besonders schnell zu drehen. Der Druck dich jetzt endlich aus dem Haus rauszuwerfen, auf die Straße, in die Realität, wird ungemütlich groß. Das Wissen um die Arbeit, die heute einen erwartet, lässt einen noch tief Luft holen. Dann aber los. Die Leichtigkeit fehlt. Heute ist Generalstreik.

Dagegen hilft nur eins: Die eiserne Hand! Also: Augen zu und durch

 

Bildergebnis für surrealismus
Salvador Dali, 1931

Die Ameise

Ich liege auf dem Teppichboden, in hellblauer Jeans und schwarzem Rollkragenpulli und lese ein Buch, welches ich auf den Boden gelegt habe. Neben mir ist die gläserne Terassentür. Ich habe den Blick nach draußen. Meine Blicke schweifen ab und an gen Himmel. Die Wolken dort sind ganz zufällig gnädig und lassen die Sonnenstrahlen mal durch, um sie dann wieder zu kappen. Ich bin dieser Macht der Wolken ausgeliefert und freue mich über die Gnade im Himmelsspiel.

Neben mir ist die Kaffeetasse, die jetzt nur noch Spuren enthält von ihrer einmaligen Fülle und dem Genuss. Sie liegt vor mir, wie ein Relikt früherer Zeiten, an die man nicht erinnert werden will. Ich wünsche mir, dass sie verschwindet aber sie beugt sich nicht meinem Willen und steht da wie ein Berg in einer sonst flachen Landschaft, ganz unverrückbar.

Ich lese mit der verbleibenden Aufmerksamkeit im Buch weiter. Darin geht es um das Sein. Es liest sich bisher gut. Der statische Zustand meines Umfelds, ändert sich ab und an durch die Wärme der Sonnenstrahlen und die Schattenlänge der Objekte. Dann tritt eine betriebsame, goldbraune Ameise in mein Augenwinkel. Gesehen und ihre Präsenz zur Kenntnis genommen beschäftige ich mich weiter mit der Lektüre. Nach wenigen Zeilen merke ich wie die Ameise entlang des Buches sich hin und her bewegt. Noch ist meine Aufmerksamkeit am Buch. Für einen kleinen Moment will ich sie mir genauer anschauen. Sie ist am dicken, hinteren Teil gestreift und hat etwas leicht transparentes. Ich wende mich wieder den Zeilen zu und möchte auch nicht so schnell mich von der Ameise ablenken lassen, aber die Zeilen verlieren immer mehr an Anziehungskraft und die Ameise gewinnt immer mehr meine Neugierde. Mir fällt ein, dass ich versuchen kann das Gelesene auf die Ameise zu übertragen. Ich hätte dann mich zwar in der Entscheidung zwischen Buch und Ameise für das Letztere entschieden, den Erstgenannten hätte ich dennoch in das Geschehen mit einverwoben. Nachdem nun also die Entscheidung gefallen ist, wende ich mich mit meiner ganzen Aufmerksamkeit auf das mikrige Wesen zu – so erschließt sich mir die Thematik der Lektüre bestimmt besser, denke ich mir.

Ich will dass sie auf mein Finger klettert und halte meine Hand vor ihr. Sie kommt ganz nah und fuchtelt mit ihren Antennen. Ein aufregender Augenblick. Ich frage mich wie das Kribbeln sich anfühlen wird, wenn sie auf dem Finger ist und ob sie mich beißen könnte.

Sie macht dann aber kehrt.

Ihr ist also nicht danach. Ich versuche es nach einem Augenblick erneut. Nein. Sie will nicht und ich kann sie nicht zwingen. Mein Wille scheitert heute ein wiederholtes Mal. Ich entschließe mich sie also aus der ferne weiter zu beobachten. Die Sonnenstrahlen kommen wieder durch und wärmen mich. Ich denke mir, dass ich die Ameise den ganzen Tag beobachten kann und in mir regt sich ein Gefühl der kindlichen Freude. Sie läuft ständig die lange Buchkante auf und ab und ich ziehe dabei parallelen zu meinem treiben und möchte die großen Fragen der Menschheit angehen. Ich wähne mich schnell in der voyeuristischen Gottperspektive. So spreche ich dann folgendes aus: „All deine Schritte kleine Ameise, die du in der Zukunft machen wirst, werden mir nicht entgehen. Ich sehe deine Zukunft und deine Handlungsmöglichkeiten, liebe kleine Ameise.“ Ich werde plötzlich nervös. Die Ameise läuft unter den dunklen  Buchrücken, bis auch ihr fetter Hinterteil verschwindet. Sie ist weg. Stille in meinem Kopf. Eine weile später kommt sie kopfvoran wieder raus. Erleichterung macht sich vorsichtig breit, aber ich spüre das alles jetzt etwas anders ist und nicht mehr wie davor.

Dann läuft die Ameise noch einmal auf und ab. An der unteren seite der Buchkante angekommen, verlässt sie plötzlich mein Beobachtungsfeld. Sie entfernt sich in die Weiten des Teppichs. Sie ist weg. Die Wolke kappt wieder und es wird abrupt kälter im Zimmer.

Hervorgehobener Beitrag

Sorumluluk

Karar vermek, herhangi önemli veya önemsiz bir secim icin, iki zit duyguyu beraberinde getirir.

Bir yandan kendi hayatinin kendi ellerinde oldugunun verdigi haz duygusu. Öbür yanda verdigi kararin, sorumlulugun yükü.

Siyasi anlamda iki önemli secimden bahsedelim:

Bir örnek almanyanin 19 Augustos 1934 Basbakanlik ve cumhurbaskanligi organlarin bir baskanda vucut bulma secimi
ve ikinci bir örnek 1982 Kenan Evren anayasasi.

Iki secimin sonuclari ülkeleri karanliga götürürken,
Alman toplumun yükü verdigi karardan dolayi daha agir oldu, cünkü
yaptiklarinin sorumlulugunu almak mecburiyetinde kaldilar.

1982 Anayasa secimin topluma getirdikleri Almanya’daki  gibi kati ve kesin olmadigindan, karmakarisik oldugundan dolayi o secimde evet diyenler (92%)
sorumlulugu bir kulp bularak oraya buraya atmakla kendilerini temize cikardiklarini sandilar.

Ama su kesin: Toplum hafizasi (birazda Internet) size bugün durdugunuz tarafi ilerde hatirlatacak.
Sorumlulugu üzerinizden atmak istediginizde, örnegin bir kandirildim cakma kurnazligiyla,  ki bunu evet diyenlerin bir cogu yapacak, sonuclari kesinlikle agir olacak: hayatin gercekligine uzaklasmis olacaksiniz. Nedenini gelince.

Nasil gündelik hayatinizda sevdiginiz bir hobi, bu sinema olabilir, sevdiğiniz  bir cisim, bu bir araba, traktör olabilir, varsa, bunlara karşı zamanla bir baginiz olusur, seversiniz o seyi. Sorumluluk bu baglarin halatidir. Bu halati attiginizda hayata olan baginiz kaybolur. Sinemaya gitmenin sorumlulugunu alirsiniz, bu vakit ayirarak, parasini ödeyerek. Arabanin sorumlulugu vardir, size arabanin degerli bir cisim oldugunu hatirlatan.  Bu sorumlulugu atarsaniz, hile hurdayla o hobiniz, zevkiniz ve hatta hayatiniz siradanlasir, bir nevi depresif bir hal alirsiniz. Tadi tuzu kacar herseyin. Hayatin gercekligiyle olan bagi, sorumlulugu atmis olursunuz.Bundan sonra kendinize uzak, kendi hayatiniza uzak bir hayat yasamaya baslarsiniz.

Burdan geri siyasi secime geri dönecek olursak:

Bugün hicbir almanin o zamana dönük, almanya fakirdi, hitler otobanlar yapti, bu yüzden sectik diyerek isin icinden siyrilmayi calisanini görmedim. Cogunluk olarak mahcuplardir ve utanirlar o dönemlerden. Sorumluk almaya özen gösterirler, ki dorgu olanda budur.

Bu yüzden her secimde arkasinda durabilecegimiz ve savunabilecegimiz bir karar olmasina özen gösterelim.

Hayirli secimler

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